Espressokocher Test
Veröffentlicht von: Norbert Loose|In: Test|14. November 2020

Espressokocher: Test 2021 – Anleitung in 5 Schritten

VG Wort

Damit Du auch auf einem Ausflug nicht auf einen guten Espresso verzichten musst, lohnt sich ein transportabler Espressokocher. Die meisten Modelle benötigen keinen Netzanschluss. Stattdessen kannst Du Deinen Espresso auf dem Gaskocher zubereiten.

Wissen zusammengefasst über Espressokocher

  • Wenn Du es unkompliziert magst, bist Du mit einem einfachen Espressokocher bestens beraten. Er bietet zwar keine klugen Einstellungsmöglichkeiten, dafür musst Du auch nicht unendlich lange Bedienungsanleitungen studieren, um einen ordentlichen Espresso zu bekommen.
  • Ein Espressokocher ist ein achteckiges oder rundes Kännchen aus Aluminium oder Edelstahl, das einen ganz einfachen, typischen Aufbau aufweist, der bei allen Modellen gleich ist. Er ist handlich, sodass Du ihn problemlos auf Reisen mitnehmen und überall für ganz persönliche Atmosphäre sorgen kannst.
  • Um mit einem Espressokocher einen Kaffee zuzubereiten, reichen lediglich Wasser, Espressopulver und eine Heizquelle wie beispielsweise der Elektroherd. Besitzt Du jedoch einen Induktionsherd, sollte Dein Espressokocher aus Edelstahl bestehen. Aluminiumkannen stoßen hier leider an ihre Grenzen.

Inhaltsverzeichnis:

Das ist unsere Einschätzung zu den Espressokochern

eigener Test

Bialetti Moka Express Espressokocher, Aluminium, Grau

Bialetti zeigt sein Engagement für die Umwelt, indem er die legendäre Moka Express mit Oceana verbindet, einer globalen Organisation, die sich dem Schutz der Ökosysteme der Ozeane widmet und das Problem der Einweg-Plastikverschmutzung in den Mittelpunkt stellt. Moka Express, eine 100% nachhaltige Methode zur Kaffeezubereitung.

Cucina di Modena Espressokocher

Genießen Sie italienisches Flair und überraschen Sie Ihre Gäste! Von der Designer-Espressotasse über elegante Isolierbecher und -flaschen aus hochwertigem Borosilikatglas, vom elektrischen Milchaufschäumer für Milchschaum in Barista-Qualität über Espressomaschinen bis hin zum trendigen Party-Pizzaofen – Cucina di Modena hat viele Ideen für mehr Genuss!

Bialetti Venus Espressokocher für induktion, Stahl, Silber, 6 Tassen

Edelstahl. Griff widerstandsfähig für hohe Temperaturen. Tropfenfestes Giessen. Geeignet für alle Kochflächen.

Godmorn Espressokocher, Kaffeekocher, Mokkakanne aus 430 Edelstahl

Wenn Sie das glückliche Leben des Kaffees lieben und genießen, ist die Qualität der Espressokocher definitiv von höchster Priorität. Espressokocher ist aus lebensmittelechtem 430 Edelstahl hergestellt und hat eine starke Korrosions- und Rostbeständigkeit. Die Espressokocher von Godmorn eignet sich für eine Vielzahl von Herden wie Induktionsherde, Elektroherde, Kachelöfen, Spirituskocher, Gaskocher, Gaskocher. Egal wie vielfältig Ihre Küche ist, der Espressokocher bringt Ihnen köstlichen Kaffee.

Kela 10590 Espressokocher, Für 3 Tassen, Aluminium

Kaffeegenuss auf italienische Art: Zubereitung von 3 Tassen Espresso in ca. 5 Minuten mit dem hochwertigen Espressokocher Italia im klassischem Design. Geeignet für Elektro-, Keramik- oder Gasherd. Schnelle Zubereitung: Befüllen des Kocher-Bodens mit Wasser, Befüllen des Trichtereinsatzes mit Espressopulver, Aufschrauben Kocher-Oberteil auf Unterteil, Platzierung auf Herd. Angenehme Griffigkeit: Sicherer Halt beim Ausschenken, Kunststoff-Griff und -Knauf am Deckel gegen Verbrennungen. Lieferumfang: 1 Kela Espressokocher Italia, 10590, Aluminium, Höhe: 13 cm, Ø 8 cm

Ratgeber: Häufige Fragen zu Espressokochern

Was ist ein Espressokocher?

Ein Espressokocher stellt eine kleine, achteckige oder runde, doppelte Kanne dar, die für die Zubereitung von Espresso konzipiert ist. Das Kännchen besteht in der Regel aus Aluminium oder Edelstahl und weist zwei gleich große, übereinander positionierte und miteinander verschraubte Gefäße auf. Der Espressokocher ist in unterschiedlichen Größen und in zwei Ausführungen auf dem Markt erhältlich — als ein Elektrogerät sowie als ein einfacher Espressokocher für den Herd. Die einfache Herd-Variante enthält keine empfindlichen Bestandteile und kann durch ihre Robustheit nahezu ein Leben lang halten.

Neben der Bezeichnung „Espressokocher“ sind in Deutschland die Begriffe „Espressokanne“ oder „Mokkakanne“ geläufig. In Italien, dem Herkunftsland des Espressokochers, wird er einfach „caffettiera“ genannt. Das von Alfonso Bialetti entwickelte, achteckige Aluminiummodell wurde im Jahre 1933 schwungvoll „Moka Express“ getauft, wovon die heutigen Bezeichnungen abgeleitet sind. Die Espressokocher haben bis heute nichts an ihrem Flair verloren, erfreuen sich nachwievor großer Beliebtheit und sind ein Muss für jeden glühenden Kaffeeliebhaber.

Wie ist ein Espressokocher aufgebaut?

Der Espressokocher selbst besteht aus drei getrennten Kammern und beinhaltet einen Filter und ein Sicherheitsventil. Die erste Kammer ist unten positioniert und wird zu Beginn des Brühvorgangs mit Wasser gefüllt. Der in diesem Gefäß erzeugte Druck lässt das Wasser aufsteigen und durch die zweite Kammer strömen. Die zweite, trichterförmige Kammer wird mit Kaffeemehl gefüllt. Das erhitzte Wasser steigt durch den Trichter und erreicht in der mittleren Kammer das Kaffeemehl. Die dritte, oben positionierte Kammer fängt den gebrühten Kaffee auf.

Wie sollte der Espressokocher richtig verwendet werden?

Die Verwendung eines Espressokochers ist denkbar einfach und erfordert keine besonderen Fertigkeiten. Schnell und unkompliziert, in nur fünf Schritten erhältst Du einen exzellenten Espresso:

  1. Zu Beginn des Brühvorgangs musst Du das untere Gefäß des Espressokochers bis zum Überdruckventil mit Wasser füllen.
  2. Setze jetzt den trichterförmigen Einsatz auf das Gefäß und fülle ihn bis zum Rand mit Kaffeemehl auf.
  3. Streiche das Kaffeemehl glatt ohne es zusammen zu pressen. Anders als bei einer Siebträgermaschine, soll das Kaffeepulver einfach nur gleichmäßig verteilt im Sieb liegen. Wird das Kaffeemehl festgedrückt, kommt das aufsteigende Wasser schlecht hindurch.
  4. Anschließend solltest Du das obere Gefäß aufsetzen, beide Gefäße miteinander festschrauben und den Kocher auf den Herd stellen. Sobald das Wasser erhitzt und durch den Kaffee geleitet wird, solltest Du genau hinhören.
  5. Sobald Du röchelnde Geräusche hörst, ist der Brühvorgang abgeschlossen und Du musst den Espressokocher vom Herd nehmen. Fertig! Jetzt kannst Du den Espresso direkt in die Tasse einschenken und genießen.

Nach dem Aufbrühen befindet sich jedoch immer noch etwas Wasser im unteren Gefäß — das ist völlig normal und dient der Sicherheit, damit der Kocher nicht direkt überhitzt. Lässt Du ihn jetzt noch auf der Kochplatte stehen, wird er dennoch überhitzen und den Kaffee verbrennen. Dann ist Dein Espresso ruiniert — er fängt an zu kochen und entwickelt den bitteren, verbrannten Geschmack.

Kann ein Espressokocher beim Kochen eventuell explodieren?

Das untere Gefäß des Espressokochers ist mit einem Ventil ausgestattet. Dieses stellt eine Sicherheitsvorrichtung dar, die dafür sorgt, dass der Espressokocher nicht zu einer Gefahr wird. Entsteht im Inneren zu hoher Druck, wird dieser durch das Sicherheitsventil abgeleitet und dadurch die Explosionsgefahr minimiert.

Welcher Kaffee eignet sich für einen Espressokocher am besten?

Im Grunde genommen kannst Du für den Espressokocher jede Kaffeesorte verwenden — dies ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Für einen klassischen Espresso ist allerdings wichtig, dass das Kaffeemehl nicht zu grob gemahlen ist. Spezielle Espressoröstungen eignen sich jedoch zum Espressokochen am besten, da diese hinsichtlich des Geschmacks bessere Ergebnisse erzielen.

Können Kaffeepads anstatt Kaffeemehl verwendet werden?

Die Funktionsweise eines Espressokochers eignet sich für die Verwendung von Kaffeepads wohl kaum. Da ein Pad zum einen zu fest gepresst ist und zum anderen das Kaffeefach nicht komplett ausfüllen kann, wird wohl das Wasser am Pad vorbei geleitet. Das Ergebnis könnte wohl mehr als dürftig ausfallen — Du bekommst vermutlich bloß heißes, leicht bräunliches Wasser in die Tasse. Versuchen kannst Du es ja dennoch.

Ist ein Espressokocher mit einem Induktionsherd kompatibel?

Mit einem Espressokocher aus Edelstahl würde ein Induktionsherd auf jeden Fall funktionieren, da Edelstahl ferromagnetische Eigenschaften vorweist. Bei einem Espressokocher aus Aluminium könnte der Herd ebenfalls funktionieren, sollte der Kocher mit dem ferromagnetischen Boden ausgestattet sein. In den meisten Fällen ist es jedoch nicht der Fall, sodass sich der Herd einfach nicht einschalten wird. Um herauszufinden, ob Dein Espressokocher über einen geeigneten Boden verfügt, kannst Du einen Magneten dranhalten.

Wenn der Magnet an der Kanne haften bleibt, wird auch der Induktionsherd sie erkennen und Du kannst damit Deinen Espresso kochen. Auch wenn die Kanne keinen geeigneten Boden aufweist, gibt es eine Möglichkeit, den Induktionsherd zum Laufen zu bringen. Hierbei handelt es sich um Adapterplatten für Induktionsherde, die den ferromagnetischem Boden simulieren. Adapterplatten sind preiswert und in unterschiedlichen Größen verfügbar. Also, eine Adapterplatte aufs Kochfeld, den Espressokocher darauf und Du kannst Deinen Kaffee wie gewohnt kochen.

Warum spritzt das Wasser aus dem Espressokocher?

Wenn Deine Mokkakanne beim Erhitzen spritzt oder daraus anderweitig Flüssigkeiten austreten, verschmutzt sich einerseits der Herd und andererseits kannst Du Dir möglicherweise Verbrennungen zuziehen. Beides ist jedoch wenig erfreulich und Du solltest der Sache auf den Grund gehen, denn ein undichter Espressokocher kann verschiedene Ursachen haben.

Dichtungsring: Zuallererst solltest Du Dich vergewissern, dass der Dichtungsring Deines Espressokochers an Ort und Stelle ist und nicht beim Reinigen herausgefallen ist. Außerdem kann eine zu harte oder poröse Dichtung die Ursache für das Auslaufen sein. Ist die Kanne bereits in die Jahre gekommen und der Dichtungsring seine Eigenschaften verloren hat, kann ein undichter Espressokocher die Folge sein. Ein Austausch der Dichtung kann hier schnell Abhilfe schaffen.

Defekte Kanne: Ist die Kanne neu, solltest Du überprüfen, ob sie nicht defekt ist. Sie kann womöglich verzogen sein oder ein Defekt im Gewinde aufweisen. In diesem Fall kann allerdings nur der Austausch des Kochers das Problem beseitigen.

Handhabung: In den meisten Fällen liegt es jedoch daran, dass zu viel Wasser und/oder das Kaffeemehl zu fein gemahlen und zu fest zusammengepresst wurde. Dadurch wird zu hoher Druck erzeugt, der zum Austreten des Wassers führt. Unterdies solltest Du beim nächsten Mal die Wassermenge reduzieren und das Kaffeepulver nicht zu fest zusammendrücken.

Warum ist der fertige Espresso zu bitter?

Warum der Espresso zu bitter schmeckt, kann verschiedene Ursachen haben, die Du größtenteils beeinflussen kannst. Allerdings ist das Geschmacksempfinden sehr individuell und hiermit relativ, denn was der Eine für perfekt erachtet, ist für den Anderen eine Zumutung und völlig inakzeptabel.

Ein guter Espresso setzt die Beachtung einiger grundlegenden Handgriffe beim Kochen voraus. Hinsichtlich der Bitterstoffe sind zuallererst der Mahlgrad und die Menge des Kaffeemehls, die Wassertemperatur und die Extraktionszeit maßgebend. Hierbei solltest Du versuchen, all die Komponenten so zu kombinieren, dass das Ergebnis mit Deinem Geschmack übereinstimmt. Im Allgemeinen können Dir folgende Grundsätze zur Orientierung dienen:

  1. Zu fein gemahlener Kaffee setzt mehr Bitterstoffe frei
  2. Eine zu große Kaffeemenge enthält mehr Bitterstoffe
  3. Zu heißes Wasser schwemmt mehr Bitterstoffe aus
  4. Zu langsamer Wasserfluss extrahiert mehr Bitterstoffe

Reduzierst Du den ein oder anderen Faktor, wird das Ergebnis milder ausfallen. Lass Dir mehr Zeit für die Zubereitung eines Espressos, experimentiere mit der Kaffeemenge und dem Mahlgrad und Du wirst mildere Ergebnisse erzielen. Gerade durch die Veränderung dieser zwei Komponente kann der Geschmack einfach angepasst werden. Die Bezeichnung „Espresso“ lässt glauben, dass alles rasch ablaufen muss, doch gut Ding braucht auch hier Weile.

Warum solltest Du einen Espressokocher benutzen?

Dieser kleine Hüter der guten, italienischen Kaffeetradition erobert die Herzen der wahren Kaffeegenießer im Nu, denn er überzeugt in vielerlei Hinsicht. Gehörst Du ebenfalls zur Riege der glühenden Espressoliebhaber, ist der Besitz einer klassischen Mokkakanne nahezu ein Muss. Ein luxuriöser Kaffeeautomat oder eine coole Siebträgermaschine können Dir zweifelsohne im Handumdrehen einen exzellenten Espresso zubereiten.

Doch mit einem klassischen Espressokocher verleihst Du Deinem Kaffeeritual einen Hauch italienisches Flair und erlebst den wahren Geist der traditionellen Kaffeekunst, zumal die Handhabung sich ziemlich unkompliziert gestaltet. Für einen unverfälschten, italienischen Espresso benötigst Du lediglich ein wenig frisch gemahlenes Kaffeemehl, ein bisschen Wasser, eine heiße Kochplatte und ein paar Minuten Zeit. Mit wenigen Handgriffen erhältst Du ein traditionelles Kaffeegetränk, das die Sinne belebt.

Darf ein Espressokocher in der Spülmaschine gereinigt werden?

Viele Espressokocher sind spülmaschinenfest — vor allem betrifft es konventionelle Modelle aus Edelstahl. Sie können ohne weiteres im Rahmen einer Grundreinigung in einem Geschirrspüler gewaschen werden. Doch die Mehrzahl der Espressokocher eignen sich aufgrund ihrer Materialeigenschaften für eine Geschirrspülmaschine nicht.

Vor allem die unteren Teile von elektrischen Espressokocher aus Edelstahl, die Heizelemente enthalten, sind selbstverständlich nicht für die Reinigung in einer Spülmaschine geeignet. Hierbei ist ein Durchwischen mit einem feuchten Tuch völlig ausreichend.

Auch Kannen aus Aluminium dürfen im Geschirrspüler nicht gewaschen werden, da sie unter dem Einfluss der aggressiven Spültabs oxidieren und einen hässlichen, grauen Schleier bekommen, der nicht mehr zu beseitigen ist. In dem Fall ist für Deinen Espressokocher Handwäsche angesagt und folgende Handgriffe sind durchzuführen:

  1. Zunächst solltest Du Deinen Espressokocher in seine Bestandteile zerlegen und diese unter klarem Wasser auswaschen. Die Verwendung des Spülmittel ist hierbei nicht erforderlich, da es den Geschmack des Kaffees verfälschen kann, wenn es nicht gut ausgespült wird.
  2. Anschließend solltest Du die einzelnen Teile mit einem Handtuch abtrocknen oder zum Trocknen liegen lassen.
  3. Sind die Einzelteile vollständig getrocknet, kannst Du diese wieder zusammensetzen und Dich auf das nächste Geschmackserlebnis freuen.

Je nachdem wie oft Du einen Espresso kochst, empfiehlt sich eine Grundreinigung — in. der Regel alle zwei bis drei Wochen. Das hört sich zwar anstrengend an, ist aber schnell erledigt. Im Zuge dessen sollten alle Bestandteile des Espressokochers am besten mithilfe einer Spülbürste und mit ein paar Tropfen Spülmittel gut gereinigt werden, um die alten Kaffeeöle zu entfernen. Anschließend alles gut trocknen lassen und wieder zusammensetzen. Das Ergebnis — Dein Espressokocher erstrahlt wieder im neuen Glanz.

WUSSTEST DU? Ein paar interessante Fakten rund um den Espressokocher

Im Grunde genommen ist Espresso aus dem Espressokocher gar kein richtiger Espresso, obwohl die Bezeichnung der Kanne es suggeriert. Um einen richtigen Espresso mit einer Crema herzustellen, ist ein Druck von mindestens 9 bar erforderlich. Der Espressokocher kann jedoch nur einen sehr geringen Druck von etwa 1,5 bar aufbauen. Deshalb kann, streng genommen, das Erzeugnis aus dem Espressokocher gar kein Espresso sein.

Die achteckige, klassische Mokkakanne ist der absolute Archetyp der Espressokultur und Espressozubereitung. Die von Alfonso Bialetti im Jahr 1933 erfundene „Moka Express“ hat damals überhaupt ermöglicht, den Espresso zu Hause zu kochen. Sie hat bis heute nichts an ihrem Charme eingebüßt und findet in 90 Prozent der italienischen Haushalte ihren Platz.

Bevor Alfonso Bialetti im Jahr 1918 sein eigenes Geschäft in Italien auf die Beine stellte und verschiedene Haushaltsgegenstände produzierte, war er einige Jahre in Frankreich in der Aluminiumbranche tätig. Seine Kenntnisse und Fertigkeiten in Bezug auf Aluminium hat er aus Frankreich mitgebracht. Demnach kann seine Mokkakanne nach heutigen Maßstäben als ein europäisches Projekt bezeichnet werden.

„Moka Express“ eroberte allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg ganz Italien. Renato Bialetti hat den Mann mit dem Schnurrbart, das berühmte Maskottchen von Bialetti, an die Espressokocher angebracht und hat die Erfindung seines Vaters mittels einer erfolgreichen Werbekampagne ausgesprochen bekannt gemacht. Daraufhin verbreiteten sich Mokkakannen in Italien wie ein Lauffeuer, sodass ihre Produktion auf 18.000 Stück pro Tag gestiegen ist.

Der Aufbau eines Espressokochers ist einfach aber genial.

Der Aufbau eines Espressokochers ist einfach aber genial.

Kaufberater: Was solltest Du sonst über Espressokocher wissen

Espressokocher sind im Grunde genommen alle nahezu gleich aufgebaut und hauptsächlich in zwei Ausführungen erhältlich. Es handelt sich dabei zum einen um die klassischen Espressokannen für den Herd und zum anderen um die elektrischen Espressokocher, die mit Heizelementen ausgestattet sind und einen Stromanschluss benötigen.

  • Klassische Espressokocher
  • Elektrische Espressokocher

Möchten Sie einen Espressokocher mit Induktion, sollte es sich dabei um ein Modell aus ferromagnetischem Stahl, beispielsweise Edelstahl, handeln. Die klassischen Kannen aus Aluminium funktionieren auf dem Induktionsherd nicht. Jedoch können Sie beide Kategorien problemlos auf dem Gasherd zum Einsatz bringen.


Klassische Espressokocher für den Herd

Klassische Espressokocher für den Herd unterscheiden sich hauptsächlich nach Materialien und können dementsprechend entweder aus Aluminium oder Edelstahl gefertigt werden.

Espressokocher aus Aluminium: Traditionell werden Mokkakannen aus Aluminium gefertigt, da im Jahre 1933 als der erste Bialetti Espressokocher auf den Markt kam, dieses Material groß in Mode war. Es ist robust, leicht, haltbar, verfügt über eine gute Wärmeleitfähigkeit und ist zudem günstig in der Anschaffung. Viele Hersteller blieben bis heute der Tradition treu und produzieren Espressokocher aus Aluminium. Einige Unternehmen haben jedoch ihre Aluminiummodelle modifiziert, indem sie diese mit einem ferromagnetischen, induktionstauglichen Bogen ausgestattet haben.

Espressokocher aus Edelstahl: Sozusagen die Neuauflage der Espressokocher besteht aus Edelstahl und ist nicht weniger robust oder beliebt. Die größten Unterschiede zu Aluminiumkannen bestehen darin, dass Edelstahlkannen zum einen in der Spülmaschine gereinigt werden können und zum anderen für Induktionsherde ohne weiteres geeignet sind.

Elektrische Espressokocher

Die elektrischen Espressokocher ähneln in ihrer Funktionsweise den klassischen Modellen. Allerdings benötigen sie keinen Herd zum Erhitzen des Wassers, da sie mit einem elektrischen Heizelement ausgestattet sind, sodass sie lediglich an eine Stromsteckdose angeschlossen werden müssen. Ansonsten weisen sie den gleichen Aufbau wie die manuellen Kannen auf.

Was sind die Kaufkriterien für Espressokocher

Bevor Du einen Espressokocher kaufst, solltest Du Dir ein passendes Modell auswählen. Hierfür wirst Du mit einigen Fragen konfrontiert. Welchen Espressokocher solltest Du nehmen? Aus Edelstahl oder Aluminium? Groß oder klein: für zwei, vier oder doch sechs Tassen? Worauf solltest Du beim Kauf achten? Bringen wir doch ein wenig Licht ins Dunkel und nennen folgende Kaufkriterien, die bei der Auswahl eines Espressokochers relevant sind:

  • Betriebsart
  • Materialien
  • Größe

Betriebsart

Zunächst solltest Du Dich entscheiden, ob Du einen konventionellen oder einen elektrischen Espressokocher möchtest. Für das klassische Modell benötigst Du logischerweise den Herd, bestenfalls einen Elektroherd beziehungsweise einen Cerankochfeld. Bei einem Gasherd wird es allerdings problematisch, die kleine Kanne sicher auf dem Gitter zu platzieren. Hierbei ist ein elektrischer Espressokocher von Vorteil. Auch bei einem Induktionsherd gibt es Besonderheiten — die Kanne sollte entweder aus Edelstahl bestehen oder einen ferromagnetischen Boden besitzen, ansonsten geht die Kochplatte erst gar nicht an. Auch hier kannst Du im Zweifelsfall auf einen elektrischen Espressokocher ausweichen.

Materialien

Dieses Kaufkriterium steht in Zusammenhang mit der Reinigung des Kochers. Möchtest Du Deine Espressokanne in der Spülmaschine reinigen, ist Edelstahl vorzuziehen, denn Aluminium ist hierfür nicht geeignet — dementsprechend solltest Du das Material auswählen. Ob Du Dich für ein elektrisches Modell oder eine konventionelle Variante entscheidest, findest Du in beiden Fällen Espressokocher sowohl aus Aluminium als auch aus Edelstahl.

Espressokocher Test

Ein Espressokocher eignet sich ideal für den Outdoor Einsatz.

Größe

Ein weiteres Kriterium ist die Größe des Espressokochers. Diese wird in Tassen angegeben und es empfiehlt sich immer die angegebene Menge zuzubereiten. Es ist zwar generell möglich, in einer Kanne für sechs Personen nur zwei Tassen Espresso zu kochen, jedoch wird das Ergebnis eher dürftig ausfallen. Espressokocher bieten sich in unterschiedlichen Größen — von zwei bis zwölf Tassen. Wie groß letztendlich der Espressokocher sein sollte, ist von Deinem persönlichen Kaffeekonsum abhängig. Im Allgemeinen gilt jedoch: je kleiner die Kanne, desto intensiver das Aroma.

Testergebnisse von Stiftung Warentest zu Espressokochern

Einen Test seitens Stiftung Warentest konnten wir zwar nicht ausfindig machen, allerdings sind wir auf kurze Testberichte vom Haus&Garten-Testmagazin und vom ETM-Testmagazin.

Haus&Garten-Testmagazin hat in der Ausgabe 3/2017 einen Testbericht über sieben strombetriebene Espressokocher veröffentlicht. Dabei wurden Testkriterien wie Funktion, Handhabung, Verarbeitung und Energieverbrauch herangezogen. Die besten Ergebnisse lieferte der WMF Küchenmini Espressokocher, der dementsprechend als Testsieger gekürt wurde. Das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet dagegen der Cilio Classico Espressokocher. Der vollständige Testbericht kann auf der Webseite des Haus&Garten-Testmagazins heruntergeladen werden.

ETM-Testmagazin veröffentlichte in der Ausgabe 10/2010 einen Testbericht über elf Espressokocher, darunter acht konventionelle und drei elektrische Modelle. Hierbei wurden Testkriterien wie Brühergebnis (Aromen, Balance, Süße), Handhabung, Sicherheit, Verarbeitung und Bedienungsanleitung herangezogen. Als Testsieger wurde dabei der elektrische Cloer Espressokocher 5928 gekürt und das beste Preis-Leistungsverhältnis lieferte Bialetti Moka Express.

Quellen: Literatur und weiterführende Verweise

  • https://www.green-cup-coffee.de/kaffeewissen/espressokocher/
  • https://beans.at/de/kaffeewissen/kaffeezubereitungsmethoden/kaffeezubereitung-mit-druck/espressokocher
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Espressokanne

Bildnachweis:

  • https://www.pexels.com/de-de/foto/achteck-aluminium-antik-antiquitat-6255/
  • https://pixabay.com/photos/coffee-coffee-pot-mokakanne-moka-3645360/

Wir haben diesen Test & Vergleich (10/2021) im laufenden Monat überprüft und die Beschreibungen einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind nach wie vor auf dem neuesten Stand. Letztes Update am 23. April 2021


Letzte Aktualisierung am 25.10.2021 um 01:16 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API