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Kaffee in Espressokanne zubereiten
Veröffentlicht von: RedakteurRene|In: Magazin|21. Februar 2022

Wie wird Kaffee in einer Espressokanne zubereitet?

Die traditionelle Herstellung von italienischem Espresso erfolgt mithilfe einer Espressokanne. Der Geschmack des aromatischen Getränks fällt anders aus als der eines Kaffees mit anderer Zubereitungsmethode. Trotzdem kann es selbst bei der Zubereitung von Heißgetränken aus einer Espressokanne geschmackliche Unterschiede geben. Um einen guten Espresso zu kreieren, gibt es einige Aspekte zu berücksichtigen. Wir stellen diese nachfolgend vor, sodass es leicht möglich ist einen traditionellen Espresso selbst herzustellen.

Wie funktioniert eine Espressokanne?

Die erste Kaffeekanne für Herde wurde von Bialetti hergestellt. Ihre Produktion geht auf das Jahr 1933 zurück. Zu Beginn ist die Herdkanne aus reinem Aluminium erzeugt worden. Selbst heute finden sich noch Exemplare dieses Typs im Handel. Häufiger finden sich jedoch Modelle, die aus Edelstahl gemacht sind. Sie sind in zahlreichen Designs und Farben verfügbar. Funktionell unterscheiden sich die einzelnen Varianten jedoch nicht. Sie sind nämlich aus denselben Bauteilen hergestellt. Zu ihnen gehören:

  • Luftventil
  • Siebeinsatz
  • Steigrohr
  • Deckel mit Dichtungsring und Griff

Wer eine Herdkanne auf einem Herd platziert und den Heizvorgang begonnen, erhitzt das Wasser, welches im Sockel sitzt. Bei steigender Wärme erhöht sich der Druck in der Espressokanne. Entsteht ein Überdruck, wird dieser reguliert. Das bedeutet, dass der maximale Druck einer Espressokanne bei etwa 1,5 bar liegt. Da sich der Wasserdampf, bei zunehmender Hitze in einer Kanne, ausdehnt, sucht sich das Wasser eine Art Fluchtweg.

Er befindet sich im Sockel einer Kanne. Gegen Ende des Kochvorgangs beginnt das restliche Wasser zu kochen. Die Folge davon ist, dass das Kaffeesieb erreicht wird und somit selbst das Kaffeepulver. Aufgrund des Drucks im Inneren des Geräts wird der Kaffee höher in den oberen Bereich der Kanne geschoben. In ihm gibt es ein feines Sieb, welches selbst kleinste Partikel aussortiert. Der Kaffee beginnt im Steigrohr zu steigen. Dieses hat zwei Öffnungen. Eine von ihnen ist für das typische Geräusch einer Espressokanne verantwortlich, welches entsteht, wenn der Kaffee fertig ist.

Die traditionelle Herstellung von italienischem Espresso erfolgt mithilfe einer Espressokanne.
Die traditionelle Herstellung von italienischem Espresso erfolgt mithilfe einer Espressokanne.

In vier Schritten zum leckeren Espresso

Wer einen traditionellen Espresso zubereiten möchte, sollte darauf achten eine saubere Espressokanne zu verwenden. Sie sollte außerdem einen intakten Dichtungsring haben. Ebenso empfiehlt es sich beim Kochen von Kaffee einige Aspekte zu berücksichtigen. Sie sind speziell bei einer Zubereitung auf einem Ceran-, Induktions- und Elektrofeld wichtig.

Die korrekte Menge an Wasser wählen

Espressokannen sind auf Gasherde ausgelegt. Das liegt daran, dass sie in Italien üblich sind. Sie sind dazu da, das Wasser punktuell zu erwärmen. Deshalb kann es sinnvoll sein, das Wasser vor der Zubereitung von Espresso ein wenig zu erhitzen. Grund für diese Idee ist, dass sich die Kanne auf einem Elektroherd stark aufheizt. Bei vorgewärmten Wasser wird die Kochzeit auf dem Herd reduziert, sodass die Kanne weniger heiß ist. So wird ein Espresso noch besser gelingen.

Mahlgrad und Kaffeemenge bestimmen

Die Dichte von Kaffeepulver wird durch die Partikelgröße des Mehls definiert. Sie hat einen Einfluss auf die Extraktionszeit, welche idealerweise nicht zu lange dauern sollte. Je länger die Zubereitung eines Espressos in einer Kanne dauert, desto bitterer schmeckt er. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass das Kaffeepulver für ein traditionelles Getränk sehr fein ausfällt. Es sollte jedoch nicht zu fein sein. Das bedeutet etwas gröber als bei der Herstellung von Espresso im Siebträger. Feines Pulver führt zu einem meist bitteren Geschmack. Verglichen damit ist zu grobes Pulver wenig aromatisch und sorgt für einen wässrigen Kaffee. Die Dosierung von Kaffeepulver ist deutlich leichter, als das Bestimmen des optimalen Mahlgrads. Das liegt daran, dass der gesamte Siebeinsatz einer Espressokanne bis zum Rand zu füllen ist.

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Kochen des Espressos

Eine Espressokanne ist flexibel nutzbar. Das bedeutet, dass sie sich sowohl für einen Gasherd als auch Elektroherd gut eignet. Wichtig ist, dass die Temperaturen zur Erzeugung des Kaffees eine mittlere Höhe haben. Bei einer zu heißen Herdplatte ist es nämlich möglich, dass das Kaffeepulver verbrennt. Ideal ist es, die Wärmezufuhr zu beenden, sobald das Kaffeewasser in das Steigrohr läuft. Die Resthitze ist in einem solchen Fall nämlich ausreichend, um das gesamte Wasser zum Aufsteigen zu bewegen. Meist sind maximal zwei Minuten genug, um den Kaffee zu extrahieren.

Genießen des Espressos

Hier gibt es verschiedene Optionen. Neben den typisch deutschen Möglichkeiten haben Kaffeeliebhaber/-innen die Möglichkeit, den Espresso traditionell italienisch zu genießen. In Italien wird es bevorzugt den Espresso in warme Tassen zu füllen und gleich zu zuckern. Beim Ausschenken ist zu beachten, dass Italiener/-innen die Espressokanne nicht schwenken. Das liegt daran, dass bewusst gewünscht wird, dass ein Teil des Kaffees beim Ausschenken seitlich stecken bleibt. So wird verhindert, dass das aromatische Getränk einen schlechten Nachgeschmack hat. In Deutschland hat es sich jedoch etabliert, die Herdkanne zu schwenken, ehe der Espresso ausgegeben wird. So ist es nämlich möglich, die unterschiedlichen Aromen vollständig zu extrahieren. Auf diese Weise entsteht ein ausgewogener Geschmack. Ebenso wie in Italien ist es bei uns beliebt Espressotassen vorzuwärmen, sodass das Getränk nicht zu schnell auskühlt.

Wie bekomme ich die Crema in meinen Kaffee?

Beim Einsatz von einer Espressokanne sind viele Genießer/-innen über die fehlende Crema überrascht. Doch es ist normal, dass sie nicht im Getränk ist. Personen, die auf Blends setzen, welche einen Anteil an Robustabohnen haben, können eine kleine Menge Crema produzieren. Sie entsteht, wenn der Kaffee aufsteigt und bildet sich somit am Rand oder Steigrohr. Wer eine Crema erwartet, die jener aus einem Siebträger ähnelt, wird jedoch etwas enttäuscht sein. Für sie ist nämlich ein Druck von neun bar notwendig. In einer Espressokanne sind jedoch nur 1,5 bar möglich. Zudem ist zu bedenken, dass es zu lange dauern würde bis die Extraktion erfolgt ist. Das bedeutet, dass sich die Crema wieder auflösen würde. Dazu trägt auch der kontinuierliche Zufluss des Kaffees bei.

Tipp: Wer nicht ganz auf eine Crema verzichten will, kann die Bialetti Brikka testen. Sie hat einen Cremator, der am Steigrohrende sitzt. Mithilfe von ihm ist es möglich eine feinporige Schaumkrone zu erzeugen. Kaffeetrinker sollten jedoch berücksichtigen, dass ein Umrühren oder zuckern des Getränks die Krone meist zerstört.


Quellen: Literatur und weiterführende Verweise

  • https://www.kaffeefibel.com/blog/tipps-zubereitung-espressokanne/
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Espressokanne

Bildnachweis:

  • https://www.pexels.com/de-de/foto/weisser-keramikbecher-neben-edelstahlkessel-auf-braunem-holztisch-593333/
  • https://unsplash.com/photos/Wtt3r7wskhI

Wir haben diesen Test & Vergleich » Top 10 im Oktober 2022 im laufenden Monat überprüft und die Beschreibungen einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind nach wie vor auf dem neuesten Stand. Letztes Update am 21. Februar 2022